Flöhe und Zecken, nicht nur kleine Plagegeister

Endlich ist er da, der Mai mit frühsommerlichen Temperaturen. Doch während sich alle über die Sonne freuen, bemerken Hunde- und Katzenbesitzer mit Kummer das plötzliche Auftauchen der Flöhe und Zecken an ihren vierbeinigen Freunden.

Nicht nur diese Parasiten selbst stellen ein Problem für ihre Wirte, unsere Hunde und Katzen, dar, sondern auch mögliche Folgeerkrankungen.

Katzen- oder Hundeflöhe sorgen mit ihrem Biss für heftigen Juckreiz; außerdem übertragen sie mit dem während des Flohbisses abgesonderten Speichel Antigene und krankheitserregende Bakterien. Sie können ihren Wirt mit dem Hundebandwurm infizieren und sie können mit dem Biss die inzwischen sehr häufig auftretende allergische Flohstichdermatitis, auch Flohspeichelallergie genannt, auslösen.

Ein Flohbefall bei unserem Haustier ist auch deshalb ein Problem, weil Flöhe sich sehr schnell vermehren und in Ihrem Ei-, Larven- und Puppenstadium schwer zu bekämpfen sind. Dies führt häufig zur „Verseuchung“ des gesamten Wohnbereiches und zu einem Befall auch der menschlichen Hausbewohner.

Ein noch größeres Potential als Überträger gefährlicher Krankheiten haben Zecken. Es gibt verschieden Zeckenarten, die in Deutschland heimisch sind, z.B. den Holzbock und die Auwaldzecke, während die Braune Hundezecke bisher auf unsere südlichen Urlaubsländer (Frankreich, Spanien, Italien etc.) beschränkt war.

Die inzwischen sehr bekannte Borreliose wird vom Holzbock übertragen. Durchschnittlich jede 4. Zecke dieser Art ist in Deutschland mit Borrelien infiziert, doch nicht alle dieser Borrelien führen zur Erkrankung.

Die Auwaldzecke ist erst in den letzten Jahren in deutschen Wäldern aufgetaucht. Sie überträgt die Babesiose bzw. „Hunde-Malaria“, die häufig zum Tod des Tieres führt. Unspezifische Krankheitszeichen wie Fieber, Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen und manchmal Lahmheit als Folge von Gelenkentzündungen werden durch die Anaplasmose verursacht. Diese Krankheit wird wie die Borreliose durch den Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen.

Neben den hier aufgeführten Erkrankungen existiert noch eine Reihe von Krankheiten, die durch die Braune Hundezecke übertragen werden. Dieser Zeckenart begegnen wir vor allen Dingen auf unseren Urlaubsreisen nach Südeuropa.

Doch nicht nur, wenn Hund und Katze ihre Ferien in Spanien genießen sollen, ist ein Schutz vor Zecken und Flöhen notwendig.

Die oben beschriebenen Erkrankungen lassen sich am besten verhindern, in dem man dem Befall seines Haustieres mit Flöhen und Zecken vorbeugt. Zu diesem Zweck sind verschiedene, für Hund und/oder Katze zugelassene Medikamente, so genannte Repellents, auf dem Markt, welche eine Parasitenabschreckende oder –tötende Wirkung haben. Um zu erfahren, welche Vorbeugung die Richtige für Ihr Tier ist, wenden Sie sich an unser Team, wir beraten Sie gerne.

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