Die Reiseapotheke

Wie schön ist es, wenn man die Möglichkeit hat, die „schönsten Wochen im Jahr“, die Urlaubszeit, mit seinem Haustier zu verbringen. Vor allen Dingen Hunde werden von ihren Besitzern häufig mit auf die Reise genommen. Doch eine solche Reise sollte gut vorbereitet sein. Falls das Urlaubsziel im Ausland liegt, sind die Aus- und Einreisebestimmungen aller zu überschreitenden Grenzen zu beachten. Mehr Information dazu finden Sie im Internet und bei Ihrem Haustierarzt (http://www.petsontour.de).

Wie für sich selbst und seine Kinder sollte man auch für seinen Hund eine kleine Reiseapotheke mitführen. Dort hinein gehören auf jeden Fall eine Zeckenzange, eine Lösung oder ein Spray zur Desinfektion kleiner oberflächlicher Wunden und eine Heilsalbe. Wichtig für die erste Hilfe am Urlaubsort ist auch ein mildes Mittel gegen Durchfall (auf keinen Fall Kohletabletten!) und ein Ohrenreinigungsmittel. Für Hunde, die gerne im Sand buddeln ebenso wie für Hunde, die ohnehin zu Bindehautreizungen neigen, sollte man eine Augenspüllösung nicht vergessen. Zuletzt packt man noch ein leicht anzuwendendes Verbandsmaterial (z.B. selbsthaftende Veterinärbinden) ein, um im Notfall eine blutende Pfotenwunde kurzfristig verbinden zu können, bis man einen Tierarzt gefunden hat.

Bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke für Ihren vierbeinigen Begleiter hilft Ihnen gerne Ihr Hautierarzt. Den sollten Sie dann auch nach den Reisekrankheiten fragen, vor denen Sie Ihren Hund schützen müssen. In den Ländern südlich der Alpen werden durch Zeckenbisse Erlichiose und Babesiose übertragen. Die Sandmücke kann mit ihrem Stich den Hund mit Leishmaniose infizieren. Dirofilaria, der Herzwurm, wird ebenfalls durch Mückenstiche übertragen. Diese Krankheiten sind meist unheilbar und häufig sogar tödlich. Deshalb ist Vorsorge besonders wichtig. Ein Medikament mit repellierender (abwehrender) Wirkung gegen Zecken und Mücken, schon vor dem Urlaub angewendet, ist das Mittel der Wahl. Außerdem sollte vor, während und bis zu
2 Monaten nach dem Urlaub in einem Mittelmeerland ein spezielles Wurmmittel zur Herzwurmprophylaxe verabreicht werden.

Und jetzt die gute Nachricht: die für den Menschen so gefährliche, durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME ist für Hunde ungefährlich. Eine Studie aus der Schweiz und aus Österreich belegt, dass dort die meisten Hunde Antikörper im Blut haben, d.h. schon mit dem Erreger in Kontakt gekommen sind, ohne daran zu erkranken.

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